Brasilie
Fordlândia war als beispielhafte Industriestadt geplant und wurde im Herzen Amazoniens errichtet. Hier sollte der zur Fertigung von Ford-Automobilen notwendige Kautschuk produziert werden. Knapp ein Jahrhundert nach der Gründung leben noch immer etwa 3000 Menschen inmitten der Häuser, der Fabriken und der Infrastruktur – die Erinnerung an einen Traum, den die Zeit letztlich unter sich begrub. Unter dem grossen Wasserturm aus Metall warten einige Dorfbewohner auf das Schiff, das den Tapajós hinauffährt. Der Turm wurde einst in Michigan montiert und gelangte auf dem Wasserweg bis nach Amazonien. Dahinter versorgt die alte, von der Ford Motor Company erbaute Pumpstation noch immer einen Teil des Ortes. Briefe, Waren und Besucher gelangen stets über den Fluss hierher. Von Santarém aus dauert die Fahrt mit dem Schiff mehrere Stunden. Heute zählt der Ort knapp 3000 Einwohner.
Texte: Die Redaktion Fotos: Bryan Denton
