Tag 1 – Thessaloniki – Zagori
Ankunft
Flug von Zürich nach Thessaloniki. Am Flughafen begrüsst Sie Ihr Reiseleiter – von dort geht es in die Berge von Epirus. Unterwegs ein Besuch der Königsgräber von Vergina, wo 1977 das intakte Grab Philipps II. von Makedonien, des Vaters Alexanders des Grossen, mit Goldkronen, Elfenbeinschnitzereien und Waffen von ausserordentlicher Handwerkskunst entdeckt wurde. Die Strasse steigt dann westwärts in das Pindosgebirge hinauf, vorbei an Buchen- und Eichenwäldern, in denen Steinadler nisten. Ankunft in den Zagorochoria im Abendlicht zwischen den Bergen. Abendessen in einer traditionellen Taverne.
Tag 2 – Zagori: Vitsa – Koukouli – Kipoi – Vitsa
Die alten Brücken von Epirus
Der Weg verbindet die Dörfer Vitsa, Koukouli und Kipoi durch Eichenwälder, belebt von Eichelhähern und Schwarzspechten. Entlang des Weges überspannen drei elegante Gewölbebrücken das trockene Schluchtbett – die Missios-, Kokkoros- und Plakidas-Brücke – zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert von wandernden epiriotischen Handwerkern ohne einen Tropfen Mörtel erbaut, allein durch den natürlichen Druck des Steins. Im Herbst säumen wilde Alpenveilchen, Herbstzeitlosen und die stacheligen Hüllen der Kastanienbäume den Weg.
Distanz 13 km | + 450 m | – 420 m
Übernachtung Vitsa oder Monodendri, Zagori
Tag 3 – Zagori: Monodendri – Vikos
Die Vikos-Schlucht
Der Weg steigt von Monodendri in die Schlucht hinab – durch einen Eichenwald voller Bewegung: Eichelhäher, Spechte und im Herbst ziehende Greifvögel, die dem Tal nach Süden folgen. Im Abstieg zur Schluchtsohle verändert sich die Vegetation: Alte Platanen und Schwarzerlen säumen das Flussbett, ihre Wurzeln in die Felsen über dem Voidomatis gegraben. Die Wände ragen über 900 Meter über dem Waldboden auf. An der Quelle des Flusses bricht kaltes Wasser aus dem Kalkstein in einem Becken von ausserordentlicher Klarheit hervor. Transfer nach Papigo für die Nacht – ein winziges Dorf am Fuss der eindrucksvollen Felstürme von Papigo.
Distanz 14,5 km | + 410 m | – 710 m
Übernachtung Papigo (Mikro oder Megalo), Zagori
Tag 4 – Zagori: Brücke von Aristis – Brücke von Kleidonia
Entlang des Voidomatis
Ein sanfter Morgenspaziergang entlang der Ufer des Voidomatis zwischen den alten Brücken von Aristis und Kleidonia, durch ein Spalier aus Grauerlen, Weiden und Platanen. Eisvögel blitzen elektrisch-blau über den seichten Stellen. Dann fahren wir Richtung Süden, und als die Felsnadeln von Meteora erstmals über der Ebene von Thessalien aufragen, nimmt einem der Anblick den Atem. Diese aussergewöhnlichen Sandsteinformationen – über 60 Millionen Jahre geformt – ragen bis zu 400 Meter aus dem flachen Ackerland auf. Erste Entdeckung des Ortes im goldenen Abendlicht.
Distanz 4,5 km | + 50 m | – 60 m
Übernachtung Unterkunft in der Region Meteora
Tag 5 – Meteora: Doupiani – Ypapanti – Kloster Varlaam – Drakospilia
Mönchspfade und Pita-Workshop
Wir gehen die alten Pfade entlang, die sich zwischen den Felsnadeln hindurchwinden – Wege, die Mönche seit Jahrhunderten benutzt haben. Die Vegetation hier ist bemerkenswert vielfältig: Kermeseichen und wilder Salbei an den unteren Hängen; Wanderfalken und Turmfalken nisten in den Felswänden darüber. Ein Besuch des Klosters Varlaam, gegründet 1541, offenbart prächtige Fresken aus dem 16. Jahrhundert, eine alte Weinpresse und das Seilnetz, das einst dazu diente, Mönche und Vorräte die senkrechte Felswand hinaufzuziehen.
Am Abend führt uns unser Reiseleiter in das Haus seiner Grosseltern in einem nahe gelegenen Dorf. Seine Grossmutter, die ein Leben lang Pita gebacken hat, zeigt uns, wie man sie zubereitet – den Teig mit der Hand hauchdünn ausrollen, mit wildem Berggemüse füllen und goldbraun backen. Es ist die Art von Moment, die selten auf einem Reiseprogramm steht und die Reise dennoch oft am stärksten prägt.
Distanz 6,5 km | + 350 m | – 300 m
Übernachtung Unterkunft in der Region Meteora
Tag 6 – Olymp: Prionia – Litochoro
In die Schlucht der Götter
Unser erster Tag am Berg führt durch die Enipeas-Schlucht vom Ausgangspunkt Prionia hinunter nach Litochoro. Alte Platanen, Schwarzkiefern und Weisstannen ragen über den Weg auf; der Fluss fliesst türkisfarben über weisse Felsbrocken, gespeist von Schmelzwasser aus den hohen Gipfeln. Die Luft riecht nach Kiefernharz und wildem Thymian. Hier, in einem der ältesten Schutzwälder Griechenlands, treibt der seltene Apollofalter noch immer zwischen den Bergblumen. Der Tag endet am Strand.
Distanz 11 km | + 200 m | – 900 m
Übernachtung Litochoro
Tag 7 – Olymp: Gortsià – Rema Orliàs
Die Becken des Rema Orliàs und Weingutbesuch
Heute folgen wir einem der bestgehüteten Geheimnisse des Berges: dem Rema-Orliàs-Bach, der sich seinen Weg durch das Olymp-Massiv in einer Folge tiefer natürlicher Becken und Wasserfälle bahnt, die hier Vathres genannt werden. Der Weg schlängelt sich durch dichten Schwarzkieferwald – Pinus nigra, eine Art, die diese Hänge seit der letzten Eiszeit bekleidet – in einer fast unberührten Landschaft. Zurück in Litochoro am frühen Nachmittag. Ein Besuch bei einem lokalen Weingut – September ist Erntezeit, und die Weinberge sind in voller Lebendigkeit.
Distanz 12 km | + 250 m | – 1.000 m
Übernachtung Litochoro
Tag 8 – Olymp: Litochoro – Golna – Ai Giannis – Litochoro
Ein Spaziergang durch die Weinberge
Eine Rundtour oberhalb von Litochoro durch Olivenhaine, Walnussbäume und Hochwiesen, auf denen Wildpferde grasen. Im späten September leuchten die Hänge in den scharlachroten Beeren des Kornelkirschbaums und dem Gold der sich verfärbenden Kastanienblätter. Am Nachmittag öffnet unser Reiseleiter die Türen seines eigenen Biofeldes an den unteren Hängen des Olymp. Wir ernten gemeinsam, und während der Berg das letzte Tageslicht einfängt, bereiten wir gemeinsam das Abendessen im Freien zu.
Distanz 10 km | + 600 m | – 600 m
Übernachtung Litochoro
Tag 9 – Olymp: Zuflucht Krevàtia – Hadeshöhlen – Vrondou
Die Hadeshöhlen – Abschied vom Berg
Für unseren letzten vollen Tag steigt der Weg an der Zuflucht Krevàtia vorbei zu den sogenannten Hadeshöhlen – tiefen Spalten im Fels. Die Hochgebirgsflora ist aussergewöhnlich: Polsterpflanzen, Silberwurz und endemischer Steinbrech klammern sich an den nackten Kalkstein; Gämsen suchen sich ihren Weg entlang der Kämme. Ein langer, besinnlicher Abstieg. Am Abend Rückfahrt nach Thessaloniki.
Distanz 11 km | + 550 m | – 900 m
Übernachtung Thessaloniki
Tag 10 – Thessaloniki
Abreise
Ein letzter freier Morgen in Thessaloniki vor dem Flug um 13:00 Uhr – ein Spaziergang entlang der Uferpromenade zum Weissen Turm, oder ein Bummel durch den Kapani-Markt, einen der ältesten und authentischsten Griechenlands, mit einem Halt für eine Bougatsa in einem der kleinen Läden darin. Transfer zum Flughafen und Heimflug – mit der Erinnerung an Schluchten und Steinbrücken, an kerzenbeschienene Klöster und Gämsen auf den Kämmen, an einen Berg, der seit dreitausend Jahren heilig ist.