«Im Laufe der 1980er Jahre, während ich bei der Lektüre von Animan bisweilen dem Alltag entfloh, manifestierte sich in mir allmählich die Leidenschaft für ferne Länder und Reisen im Alleingang. Seit ich Island in einem Sommer für mich entdeckt hatte, unternahm ich im Winter Skiexpeditionen in den Bergen dieser Vulkaninsel. Anschliessend berauschte ich mich in Norwegen am magischen Spiel des Lichts und an den fesselnden Landschaften. Einige Jahre später – ich folgte noch immer dem Ruf des Vagabunden in mir – zog ich über zehn Monate kreuz und quer durch die unberührten und unermesslichen Weiten Patagoniens. Auf eine gänzlich andere Weise sollte mich auch Neuseeland in eine sagenhafte Welt versetzen. Während ich gelegentlich in Länder zurückkehrte, die ich bereits besucht hatte, allen voran Island, gab es immer wieder stimmungsvolle Ziele wie etwa Schottland, die meiner unaufhörlichen Suche nach Stille und Schönheit entsprachen.

Das Thema dieses Jubiläums-Portfolios ist aktueller denn je, da wir 2020 – in Europa und auf allen Kontinenten der Erde – die Einschränkungen eines in unseren eigenen vier Wänden ver- hafteten Lebens ganz besonders zu spüren bekamen. Der französische Fotograf Pascal Meunier verewigt seit Jahren die Atmosphäre einladender Häuser. Mit seinen von Poesie durchdrungenen Bildern gewährt er dem Betrachter einen inti- men Einblick in das Leben derer, die ihm ihre Türen öffneten. Egal ob in Brunei, Thailand, Indien, Laos oder Kambodscha, seine Motive sind zutiefst menschlich und werden durch eine fotografische Technik ergänzt, die mit Lichtern und perfekten Bildeinstellungen spielt. Vielfältige Zeugnisse von Lebensweisen, die der Nachwelt für immer erhalten bleiben..