IM FOKUS

Inhalt der Ausgabe 254 | August - September 2026
Australien
Unterirdisches Leben im Outback

In den kargen Weiten des australischen Outbacks verfolgt eine Gemeinde ihr ganz eigenes Wohnkonzept. Um der extremen Hitze zu entkommen, leben die Bewohner von White Cliffs in Wohnhöhlen unter der Erde. Diese einzigartige Lebensweise ist ein Vermächtnis des Opalrauschs und zeugt von einem anderen Verhältnis zu Zeit, Isolation und der australischen Wüste.

Senegal
Die Könige des Sandes

Das Senegalesische Wrestling geht weit über den Sport hinaus. In den Arenen und an den Stränden von Dakar vereint dieses populäre Spektakel Kampfsport, kollektive Euphorie und mystische Rituale, die lokalen Traditionen entstammen. Die Kämpfer absolvieren ein intensives Training und tragen Glücksbringer, die Schutz und Erfolg verheissen.

Indien
Von Raubkatzen und Rabari

In den von Felsen durchzogenen Landschaften Rajasthans teilen sich die Rabari seit Jahrhunderten ihren Lebensraum mit einer der grössten Populationen wildlebender Leoparden weltweit. Trotz gelegentlicher Angriffe auf ihre Herden pflegen die halbnomadischen Hirten eine seltene Form des Zusammenlebens, die auf überlieferten Glaubensvorstellungen beruht. Für sie ist das Raubtier ein wesentlicher Bestandteil des fragilen Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur.

China
Steine als fortwährendes Gebet

Im tibetischen Hochland säumen unzählige mit Mantras und Gebeten gravierte Manisteine Strassen, Pässe und Dörfer. Seit Generationen begleiten sie die Verstorbenen, sie stärken das Mitgefühl und verwandeln die Landschaft in ein riesiges Gebet unter freiem Himmel. Jede Inschrift erzählt von einer besonderen Art, die Welt zu bewohnen, und die Lebenden mit den Verstorbenen zu verbinden.

Brasilie
Fordlândia – was von einer US-amerikanischen Utopie übrig blieb

Im Herzen Amazoniens plante der amerikanische Industrielle in den 1930er Jahren den Bau einer Modellstadt. Diese sollte den Kautschuk für seine Automobilindustrie liefern. Doch zwischen unbändigem Dschungel, Tropenkrankheiten, Arbeiteraufständen und wirtschaftlichem Scheitern wurde Fordlândia zum Symbol eines amerikanischen Traums, den die Zeit unter sich begrub.

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Norwegen
Herbstliche Symphonie auf den Lofoten

In der Arktis bilden September und Oktober die Übergangsmonate zwischen Sommer und Winter. Die Sonne macht sich rar, es wird kälter, die Orcas kehren zurück und der erste Schnee fällt. Nun beginnt die Jahreszeit der Kontraste, in der die Natur den Ton angibt.

Benin
LAND DES VOODOO

In Porto-Novo, Benins Hauptstadt, sind Geschichte und Mystik untrennbar miteinander verwoben. Dank des Voodoo- Kults ist das Sakrale hier tief verwurzelt.