Indonesien
Auf Java bietet der Vulkan Kawah Ijen ein atemberaubendes Schauspiel. Elektrisch-blaue Flammen erleuchten die Nacht, während Bergleute – mutige Schattengestalten – der Hitze und dem giftigen Rauch kostbaren Schwefel abringen. Verkohlte Baumstämme ragen wie ausgemergelte Skelette in den schwarzen Himmel. Der Wald auf dem Gipfel des Vulkans hatte gegen die heftig heranbrausenden Winde und die aus dem Krater aufsteigenden giftigen Fumarolen keine Chance. Im Schein der Stirnlampen leuchten Gesteinsbrocken in einem merkwürdigen Licht. Es sind Schwefelklumpen. Sie sind aus den voll beladenen Körben gefallen, die die Bergleute jede Nacht nach oben schleppen. Gähnend, dunkel und still öffnet sich unter unseren Füssen der Vulkankrater. Die ersten Schritte auf dem Pfad, der an der Felswand entlang in die Tiefe führt und über den die Gasschwaden wabern, sind heikel.
