Mongolei
In Ulan Bator leben die jungen Schamanen nicht länger nur an den fernen Rändern der Steppe. Sie tragen Turnschuhe, gehen ins Fitnessstudio und spielen Billard. Sie führen ein urbanes, in die Gesellschaft integriertes Leben und verkörpern den tiefgreifenden Wandel einer alten spirituellen Aufgabe. Der 28-jährige Sukhbaatar unterscheidet sich im Alltagsleben kaum von anderen jungen Männern der mongolischen Hauptstadt. Abgewetzte Jeans, Sportschuhe, Krafttraining zu Hause mit einem Freund, der ebenfalls Schamane ist, Billardpartien und regelmässige Social-Media-Nutzung prägen seinen Alltag. Doch hinter diesem gewöhnlichen Leben verbirgt sich eine andere, ebenso unsichtbare wie mächtige Wirklichkeit, die einen wesentlichen Teil seines Daseins ausmacht.
